Benetton – Wie nachhaltig ist das Unternehmen?

benetton.comNachhaltigkeit ist in Zeiten des Klimawandels eine entscheidende Kaufbedingung für viele umweltbewusste Kunden. Deshalb werden immer mehr Unternehmen unter die Lupe genommen, um ihre Arbeit auf Nachhaltigkeit zu prüfen. Das Modelabel Benetton schneidet dabei besser ab, als dies vorab erwartet wurde.

Kontrolle durch Greenpeace

Wenn es darum geht, Kleidung nachhaltiger und damit vor allem umweltfreundlicher zu machen, dann ist Greenpeace die vorantreibende Organisation. Denn durch die hohe Bekanntheit gelingt es Greenpeace das Auge der Öffentlichkeit sehr effektiv auf die teilweise sehr umweltschädlichen Produktionsmethoden zu lenken. Im Jahr 2011 startete die Organisation ihre Entgiftungskampagne.

Diese hat zum Ziel, dass die unterzeichnenden Unternehmen ihre Produkte bereits im Jahr 2020 vollkommen ohne Schadstoffe produzieren. Auch der Benetton Online Shop hat sich dazu verpflichtet. Deutliche Fortschritte sind bereits erkennbar, sogar deutlicher als bei vielen anderen Unternehmen.

Der aktuelle Stand wird dabei regelmäßig von Greenpeace kontrolliert und veröffentlicht. Benetton hat sich so die Bezeichnung „Vorreiter„ erarbeitet, da ihr Fortschritt in Sachen Nachhaltigkeit größer als erwartet war.

Benetton übertrumpft die Erwartungen

Benetton erhält in verschiedenen Bewertungen, die sich allesamt mit der Nachhaltigkeit beschäftigen, sehr gute Platzierungen. Denn hier wird Wert auf eine umweltfreundliche Produktion ganz ohne oder zumindest mit so wenigen Schadstoffen wie möglich gelegt. Damit gehört das Unternehmen zu einem so genannten Vorreiter, da ein solches Handeln in der Branche noch lange kein Standard ist. Auch die Transparenz wurde in den letzen Jahren deutlich verbessert.

Schließlich erwarten die Kunden heutzutage, dass der Produktionsprozess offengelegt wird. Dem hat sich das Unternehmen, auch aus Imagegründen angepasst. Ebenso müssen nun die Zulieferer von Benetton offenlegen, welche Chemikalien in ihren Stoffen enthalten sind und ob diese eventuell den späteren Trägern Schaden zufügen könnten. Sollte das tatsächlich der Fall sein, werden die Lieferanten nicht länger beschäftigt. Neben dem eigentlichen Umweltaspekt steht somit auch die Gesundheit des Konsumenten im Fokus.

Nachhaltig ist nicht gleich fair

Auch wenn die Entwicklung von Unternehmen wie etwa Benetton sehr lobenswert ist, heißt das noch nicht automatisch, dass es keinen Verbesserungsbedarf geben würde. Der Schutz der Umwelt hat in erster Linie nämlich nichts zu tun mit den Arbeitsbedingungen der Angestellten. Diese stehen weiterhin in der Kritik und auch die Transparenz ist in diesem Bereich noch lange nicht dermaßen ausgebaut, wie dies bei der Nachhaltigkeit der Fall ist. Die teilweise unmenschlichen Arbeitsbedingungen stehen jedoch immer häufiger im Fokus der Öffentlichkeit, was die Unternehmen zunehmend unter Druck setzt. Eine positive Veränderung dürfte also auch in diesem Bereich in Sicht sein.