Pelz in der High Fashion

Bis vor einigen Jahren war echter Pelz in der Modewelt langsam verpönt, ein echtes No-Go sozusagen. Für die meisten Modeschöpfer ist das sicher nur ein Trend an den sie sich aus Zwecken des guten Rufs dann eben halten müssen.

Nur wenige würden von Haus aus, aus eigener fester Überzeugung, niemals echten Pelz verarbeiten. Bekannt dafür ist Stella McCartney, die „grüne“ Beatles-Tochter von Paul McCartney, die ihr Leben dem Entwerfen von nachhaltiger und ökologischer sowie in hohem Maße tierfreundlicher High Fashion verschrieben hat. Sehr löblich, aber leider ein Einzelfall.

Pelz ist in den letzten Jahren wieder immer stärker im Kommen. Bereits bei der New York Fashion Week 2012 freute sich Vogues Chefredakteurin wieder über viel Pelz auf den Laufstegen, aus ihrer Liebe zu tierischen Produkten in jeder Hinsicht macht die Erfolgsfrau kein Geheimnis. Mehr als 500 Modeschöpfer sollen schon im Vorjahr damals Pelz zur Schau gestellt haben. Pelz-Details waren an den Kreationen geradezu ein Muss, wenn man voll im Trend liegen wollte.

Dabei denkt man dem schönen Schein zuliebe nicht in die Hintergründe der Pelzindustrie und die Behandlung und Schicksale der Tiere. Tierschützer bemängeln, dass Pelztiere wie Nerz, Fuchs, Kaninchen, Hund, Katze und Marderhund nur zur Fellgewinnung gezüchtet werden und dabei ein grausames Leben in engen Käfigen fristen müssen. Die meiste Ware kommt aus China, wo die Tiere Mit Stangen auf den Kopf geschlagen werden um sie zur Fellgewinnung zu töten.

Oftmals sterben sie dabei aber nicht und atmen noch, während man ihnen das Fell abzieht. Die Grausamkeit Tieren gegenüber kennt insbesondere in China keine Grenzen. Auch Tiere, die dort zur Nahrung verarbeitet werden, werden dort grausams behandelt. Wenn man sich schöne Pelze von Luxusmarken der High Fashion Welt kauft, sollte man das Bedenken. Hinter dem Glanz, dem Komfort und dem schönen Schein steckt mit größter Wahrscheinlichkeit ein grausames Schicksal. Dass dieser Trend immer wieder zurück kommt ist gerade in der heutigen Zeit nicht nachvollziehbar. Da sollte man sich in Zeiten von wachsendem Nachhaltigkeits-Bewusstsein, Bio- und Vegan-Trend und der gleichen längst hinaus entwickelt haben.